Nicht jede Liquidität im Chart ist gleich viel wert. Manche Levels ziehen den Kurs geradezu magnetisch an, andere wirken eher wie eine Wand, an der Bewegungen abprallen. High Resistance und Low Resistance Liquidity beschreiben genau diesen Unterschied.
Was ist ein Failure Swing?
Ein Failure Swing entsteht, wenn der Markt an einem vorherigen Extrem scheitert: ein Swing High, auf das nur ein tieferes Hoch folgt, oder ein Swing Low, auf das nur ein höheres Tief folgt. Die Grundlagen zu Swing-Punkten stehen im Artikel Liquidität verstehen.
Was ist Low Resistance Liquidity (LRLR)?
Hinter einem Failure Swing bleibt Liquidität liegen, die noch nicht abgearbeitet wurde. Dieser Bereich heißt Low Resistance Liquidity, weil dort noch unfinished business wartet und der Kurs entsprechend leicht dorthin gezogen wird.
Was ist High Resistance Liquidity (HRLR)?
Sobald der Kurs ein vorheriges Hoch oder Tief tatsächlich sweept und dort dreht, ist die dort liegende Liquidität abgeräumt. Dieses Level gilt danach als High Resistance Liquidity, ein geschützter Bereich, der eine erhöhte Wahrscheinlichkeit hat zu halten.
Wie werden HRLR und LRLR gemeinsam genutzt?
Die Kombination liefert eine klare Rollenverteilung: LRLR dient als Ziel, weil dort noch ungenutzte Liquidität wartet. HRLR dient als Referenz für Stops, weil das Level bereits abgeräumt wurde und dadurch stabiler ist.
Ein typisches Setup läuft so ab: Der Kurs sweept ein HRLR-Level, die Struktur bestätigt den Wechsel, zum Beispiel über einen Marktstruktur-Shiftund anschließend läuft der Kurs zu einem LRLR-Ziel.
Checkliste: HRLR und LRLR bestimmen
- Failure Swings im aktuellen Zeitrahmen als LRLR-Kandidaten markiert
- Bereits gesweepte Levels als HRLR-Referenz für Stops identifiziert
- Zielauswahl bewusst auf LRLR ausgerichtet, nicht auf beliebige Levels
- Stop-Platzierung bewusst an HRLR orientiert, nicht willkürlich gesetzt
- Merksatz angewendet: Der Markt läuft zur leichten Liquidität und respektiert die schwere
Das Fractal Model automatisch am Chart: HRLR- und LRLR-Levels lassen sich auch automatisch einblenden, statt Failure Swings und Sweeps manuell zu markieren. Genau das übernimmt der CRT PO3 Indikator.
Zum Indikator →Das Wichtigste in Kürze
Failure Swings erzeugen Low Resistance Liquidity, ein noch offenes, leicht erreichbares Ziel. Bereits gesweepte Levels werden zu High Resistance Liquidity, einem geschützten Bereich mit erhöhter Haltewahrscheinlichkeit. Ziele werden an LRLR ausgerichtet, Stops an HRLR, daraus ergibt sich der Merksatz: Der Markt läuft zur leichten Liquidität und respektiert die schwere.
Wo lernt man die praktische Umsetzung Schritt für Schritt?
HRLR und LRLR im Chart zu benennen und daraus tatsächlich Ziele und Stops abzuleiten, sind zwei verschiedene Dinge. Der Weg dahin läuft bewusst in drei Schritten.
Schritt 1 ist die Ausbildung: die Grundlagen zu Marktstruktur, Liquidität und Risikomanagement, wie sie im Gratis-Kurs vermittelt werden.
Schritt 2 ist das Mentoring in einem kleinen, ausgewählten Kreis: direkter Austausch mit mir und Live-Trading am echten Markt. Hintergrund dazu steht auf der Seite Über mich, Anfragen dazu gehen am schnellsten per Nachricht auf Instagram.
Schritt 3 ist die eigenständige Umsetzung: das System selbstständig und selbstsicher anwenden, auch ohne Begleitung.
Genau das ist das Ziel, keine Abhängigkeit aufzubauen, sondern Freiheit und die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen HRLR und LRLR?
Low Resistance Liquidity (LRLR) entsteht aus einem Failure Swing, einem Hoch oder Tief, das noch nicht gesweept wurde. Sie wirkt als Magnet, weil dort noch unfinished business liegt. High Resistance Liquidity (HRLR) entsteht, sobald ein Level bereits durch einen Sweep genommen wurde, es gilt danach als geschützter Bereich.
Was ist ein Failure Swing?
Ein Failure Swing ist ein Swing High, auf das ein tieferes Hoch folgt, oder ein Swing Low, auf das ein höheres Tief folgt. Der Markt scheitert daran, das vorherige Extrem zu erreichen oder zu sweepen, wodurch dahinter Liquidität liegen bleibt.
Wie werden LRLR und HRLR gemeinsam genutzt?
LRLR dient als Ziel, weil dort noch ungenutzte Liquidität wartet. HRLR dient als Referenz für Stops, weil das Level bereits abgeräumt wurde und dadurch stabiler ist. Ein typisches Setup sweept ein HRLR-Level, bestätigt den Strukturwechsel und läuft anschließend zu einem LRLR-Ziel.
Warum ist diese Unterscheidung praktisch relevant?
Sie liefert eine klare Regel für die Wahl von Zielen und Stops: Der Markt läuft bevorzugt zur leichten, noch offenen Liquidität und respektiert eher die bereits abgeräumte, schwerere Liquidität. Wer Ziele und Stops danach ausrichtet, handelt strukturell konsistenter.
Tiefer einsteigen: Im Gratis-Kurs findest du zu diesem Thema Videos und Arbeits-PDFs: das vollständige Konzeptwissen zum Liquiditäts-Prinzip, ohne Bezahlschranke.
